Autonome Provinz Bozen

Provincia Autonoma di Bolzano
Abteilung 28 Ripartizione 28
Natur, Landschaft und Raumentwicklung Natura, Paesaggio e Sviluppo del Territorio
Kategorie Bezeichnung Kartei Nummer
categoria denominazione num. cartella
NDMH Naturdenkmal: hydrologisch Wasserfälle (Reinbachfälle)
NDM078/P34
MONI Monumento naturale: idrologico Cascate (Reinbachfälle)
Rechtsgrundlagen
fondamenti giuridici
Art Nr. Datum Titel Amtsblatt Nr. vom Bemerkung
tipo num. data titolo bollettino uff. del nota
D.L.H. 212/V/81 28.09.1988 Genehmigung der landschaftlichen Unterschutzstellung "Naturpark Rieserfernergruppe" 2 10.01.1989 Erstausweisung
D.P.G.P. Approvazione del vincolo paesaggistico "Parco Naturale Vedrette di Ries" prima individuazione
Gemeinden Katastralgemeinde
comuni Comune catastrale
Sand in Taufers Ahornach
Campo Tures Acereto di Tures
Forststationen
Stazioni forestali
Sand in Taufers
Campo Tures
Örtlichkeit: Sand in Taufers.
Parkplatz bei Bad Winkel - Weg Nr. 2 (ca. 20 min.)
localitá: Campo Tures.
Meereshöhe / altezza s.l.m. von (m) / da (m) 915
bis (m) / a (m) 1085
Charakteristic: Wasserfall
caratteristica: Cascata
Beschreibung
descrizione
Die Wasserstürze des Reinbaches sind neben dem Partschinser Wasserfall die wohl bekanntesten Wasserfälle Südtirols. Dies liegt an der besonders starken Wasserführung des Reinbaches, welcher hauptsächlich von den Abflüssen der Gletscher der Rieserfernergruppe und dem Zufluss aus dem Knuttenbach gespeist wird. Er mündet östlich von Sand in Taufers in die Ahr.
Insgesamt befinden sich in der rund 1 km langen und teilweise 100 m tiefen Schlucht fünf Wasserfälle und der reißende Bergbach überwindet einen Höhenunterschied von 170 Metern.
Der erste, unterste Fall befindet sich am Ausgang der hier sehr engen, wilden Schlucht. Sein Fallbecken liegt in 915 m Seehöhe, die Sturzhöhe der Kaskade dürfte kaum mehr als 10 m betragen.
Der zweite Fall ist steiler und mit rund 20 m Sturzhöhe eindrucksvoller. Sein schönes, breites Fallbecken liegt in rund 945 m.
Der dritte Rainbachfall ist der höchste und imposanteste von allen. Das Wasser stürzt hier über die senkrechte, orographisch rechte Schluchtwand 42 m in die Tiefe. Der Ausfluss liegt auf 1045 m Seehöhe.
Der vierte Wasserfall etwas oberhalb ist trotz der geringeren Wassermenge und einer Sturzhöhe von nur 20 m sehr imposant. Er ist der einzige senkrechte Fall in der Schlucht.
Der oberste Reinbachfall ist schließlich eine überaus wilde dreistufige Kaskade mit 15 m Gesamthöhe, welche besonders schöne Auffangbecken aufweist. Das unterste Fallbecken liegt auf 1070 m Höhe.
(aus: Hanspaul Menara: Südtiroler Wasserfälle - Ein Bildwanderbuch, Athesia 1980)
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