Autonome Provinz Bozen

Provincia Autonoma di Bolzano
Abteilung 28 Ripartizione 28
Natur, Landschaft und Raumentwicklung Natura, Paesaggio e Sviluppo del Territorio
Kategorie Bezeichnung Kartei Nummer
categoria denominazione num. cartella
BION Biotop: Naturschutzgebiet Castelfeder
BIO052/G01
BION Biotopo: Riserva naturale Castelfeder
Rechtsgrundlagen
fondamenti giuridici
Art Nr. Datum Titel Amtsblatt Nr. vom Bemerkung
tipo num. data titolo bollettino uff. del nota
B.L.R. 202 08.02.2010 Genehmigung einer Änderung am Landschaftsplan der Gemeinde Montan 8 23.02.2010 Abänderung
D.G.P. Approvazione di una modifica del piano paesaggistico del Comune di Montagna modifica
B.L.R. 1006 29.03.2004 Genehmigung von Änderungen am Landschaftsplan der Gemeinde Auer - Änderung der Unterschutzstellung des Biotops Castelfeder 16 20.04.2004 Abänderung der Abgrenzung
D.G.P. Approvazione di modifiche del piano paesaggistico del Comune di Ora - modifiche del vincolo del biotopo Castelfeder modifica del confine
B.L.R. 1005 29.03.2004 Genehmigung von Änderungen am Landschaftsplan der Gemeinde Montan - Änderung der Unterschutzstellung des Biotops Castelfeder 16 20.04.2004 Abänderung Radweg
D.G.P. Approvazione di modifiche del piano paesaggistico del Comune di Montagna - modifiche del vincolo del biotopo Castelfeder modifica pista ciclabile
D.L.H. 408/28.1 04.05.2000 Genehmigung des überarbeiteten Landschaftsplanes des Gemeinde Montan 23 30.05.2000 Überarbeitung
D.P.G.P. Approvazione del piano paesaggistico rielaborato del Comune di Montagna rielaborazione
D.L.H. 379/28.1 07.07.1998 Genehmigung des überarbeiteten Landschaftsplanes der Gemeinde Auer 33 11.08.1998 Erweiterung
D.P.G.P. Approvazione del piano paesaggistico rielaborato del Comune di Ora ampliamento
D.L.H. 261/V/81 26.07.1991 Gemeinde Montan: Genehmigung zur Abänderung und Erweiterung der Unterschutzstellung des Biotopes "Castelfeder" 40 17.09.1991 Überarbeitung, außer Kraft
D.P.G.P. Comune di Montagna: Approvazione della modifica e dell¿ampliamento del vincolo del biotopo "Castelfeder" rielaborazione, non piú in vigore
D.L.H. 24/V/LS 18.04.1977 Genehmigung von landschaftlichen Unterschutzstellungen in der Gemeinde Montan 41 22.08.1978 Erstausweisung, außer Kraft
D.P.G.P. Approvazione dei vincoli paesaggistici nel Comune di Montagna prima individuazione, non più in vigore
Fläche / Superficie (m2) 1.079.115
Gemeinden Katastralgemeinde
comuni Comune catastrale
Montan, Auer Montan
Montagna, Ora Montagna
Forststationen
Stazioni forestali
Neumarkt
Egna
Örtlichkeit: zwischen Montan und Auer
localitá: tra Montagna e Ora
Meereshöhe / altezza s.l.m. von (m) / da (m) 222
bis (m) / a (m) 408
Charakteristic: Trockenrasen, submediterraner Flaumeichenbuschwald, Weiher, Feuchtgebiete, Auwaldreste am Hangfuß
caratteristica: prati aridi, querceti submediterrani, stagni, boschi ripariali
Biotoptyp: Trockenrasen
tipo di biotopo: Prati aridi
Beschreibung
descrizione
Das Biotop Castelfeder stellt einen Biotopkomplex dar. Vorherrschend ist der submediterrane Flaumeichenbuschwald. Auf den vom eiszeitlichen Gletscher abgeschliffenen Porphyrkuppen siedeln Fels- und Trockenrasen. In den mit Geschiebelehm abgedichteten Mulden haben sich mehrere kleine Seen und Verlandungsmoore ausgebildet. Zur Erhaltung des charakteristischen Landschaftsbildes von Castelfeder ist die Fortführung einer traditionellen, extensiven Weidenutzung notwendig.
Das Gebiet von Castelfeder wird sehr stark als Erholungszone genutzt und wegen seiner landschaftlichen Schönheit, seiner ökologischen Vielfalt und seiner archäologischen und kulturhistorischen Bedeutung von zahlreichen Einheimischen und Touristen besucht.
Auf den südexponierten Hängen haben sich über Porphyrkuppen Steppentrockenrasen mit Walliser Schwingel (Festuca valesiaca), Steinbrech-Felsennelke (Petrorhagia saxifraga), Filz-Schafgarbe (Achillea tomentosa), Ohrlöffel-Leimkraut (Silene otites), Rheinländische Flockenblume (Centaurea stoebe) und Liegender Ehrenpreis (Veronica prostrata) angesiedelt. Auf den Fettweiden dominieren hingegen Rot-Schwingel (Festuca rubra) und Rot-Straßgras (Agrostis capillaris).
Daneben findet man auf Porphyrfelsen die Spinnweb-Hauswurz (Sempervivum arachnoideum), verschiedene Mauerpfefferarten (Sedum) sowie den Nordischen (Asplenium septentrionale) und den Schwarzstieliegen Streifenfarn (Asplenium trichmanes).
In den Geländemulden eiszeitlichen Ursprungs haben sich über einem undurchlässigen Geschiebelehm kleine Wasserflächen ausgebildet. Die Weiher sind durch die starke Ausbildung von Schwimmblattvegetation mit Seerose (Nymphaea alba) und durch ein gut ausgebildetes Röhricht gekennzeichnet mit Schilf (Phragmites australis), Breitblättrigem Rohrkolben (Typha latifolia), Grauer Simse (Juncus inflexus), Fieberklee (Menyanthes trifoliata) und Wasser-Schwertlilie (Iris pseudacorus).
Auf den kargen, flachgründigen und skelettreichen Kuppen und den nach Süden bzw. Südwesten exponierten, sonnigen Hängen von Castelfeder gedeihen xerophile, submediterrane Flaumeichenwälder. Die lockeren Bestände, die sich mosaikartig mit den Trockenrasen abwechseln, tragen zum typischen, hainähnlichen Landschaftsbild von Castelfeder ("Waldsteppe") bei. Die Flaumeiche (Quercus pubescens), die mit der Mannaesche (Fraxinus ornus) die Baumschicht bildet, ist in diesem Lebensraum mit einigen sehr alten und gelegentlich stattlichen Exemplaren vertreten. Der Lebensraum ist ferner durch eine sehr artenreiche, thermophile Strauchschicht gekennzeichnet. Auf den kühlen und frischen Standorten mit Niederwaldnutzung (Nord- und Nordwesthänge) tritt hingegen die Hopfenbuche (Ostya carpinifolia) dominant auf. Die Fauna des submediterranen Buschwaldes gilt als besonders artenreich. Einige wenige Arten seien hier erwähnt: Smaragdeidechse (Lacerta viridis), Gottesanbeterin (Mantis religiosa), Aspisviper (Vipera aspis), Wiedehopf (Upupa epops), Neuntöter (Lanius collurio), Nachtigall (Luscinia magarthynchos) und Eichenbockkäfer (Cerambyx cerdo). Die Weiher stellen hingegen wichtige Laichgebiete für verschiedene Amphibienarten dar.
Der "Forchwald" im Süden von Auer ist vom Schwarzenbach durchflossen. Es handelt sich größtenteils um einen Föhrenwald; im untersten Bereich sind aber auch Laubbäume (Pappeln, Erlen, Weiden) eingestreut, vor allem entlang des Schwarzenbaches, der hier noch einen sehr natürlichen mäandrierenden Verlauf aufweist. Weiter oben, entlang der Sportzone, wird das Bachbett um ein Vielfaches breiter, mit ausgedehnten Sand- und Schotterbänken, die für verschiedene Wat- und Wasservögel wertvolle Lebensräume und vor allem für die Zugvögel unter ihnen interessante Rastplätze darstellen. Aber auch eine Vielzahl anderer Tier- und Pflanzenarten finden in diesem Wald- und Feuchtgebiet ein passendes Habitat. Der heute noch verbliebene durch Sportzone, Handwerkerzone und Wohnbauten in Auer stark reduzierte Forchwald ist aus landschaftlicher und naturschutzfachlicher Sicht in jedem Fall erhaltenswert. Aber auch für die Naherholung spielt dieser Waldbereich am Dorfrand von Auer, der von einem beliebten Spazierweg durchquert wird, eine wichtige Rolle. Das Erlebnis von Naturnähe und die erfrischende Kühle entlang des Schwarzenbaches in der warmen Jahreszeit ziehen den Erholungssuchenden an.
Weiters soll auch der Auwaldbereich westlich der Staatsstraße, der bereits im Talgrund liegt, ins Biotop eingegliedert werden. Er ist zwar durch die Staatsstraße vom heutigen Biotop Castelfeder getrennt, weist aber wertvollste landschaftliche und naturkundliche Merkmale auf. Von den einst ausgedehnten Auwäldern im Etschtal ist gerade im Unterland am wenigsten übrig geblieben. Bis auf ein paar kleine Restbestände sind sie zur Gänze verschwunden. Um so wichtiger ist deren Erhalt, denn sie stellen letzte, unverzichtbare Ausgleichsflächen zu den vorherrschenden, intensiv genutzten Obstanbauflächen dar. Leider ist der Schwarzenbach, der diesen Waldbereich durchfließt, vor einigen Jahren begradigt und mit wenig Rücksichtnahme auf die landschaftsökologischen Erfordernisse verbaut worden. Durch Renaturierungsmaßnahmen aber könnte die Bedeutung des Bachlaufes als aquatischer Lebensraum wieder gehoben und somit insgesamt die Auwaldfläche aufgewertet werden. Allgemein ist zu vermerken, daß in solchen naturnahen Flächen eine in ihrer Existenz stark bedrohte Pflanzen- und Tierwelt noch ihren Platz findet. Zu den am stärksten gefährdeten Tiergruppen gehören sicherlich die Amphibien und Wasservögel. Der Mündungsbereich des Schwarzenbaches in die Etsch stellt gerade in diesem Zusammenhang eine Besonderheit dar. Dort konnte der Eisvogel als Brutvogel nachgewiesen werden.
Il biotopo di Castelfeder costituisce un complesso di biotopi. Prevale il bosco submediterraneo di roverella. Sulle cime porfiriche, arrotondate durante l'era glaciale, si trovano coste aride e prati aridi. Nelle conche impermeabilizzate da materiale detritico argilloso si sono formati piccoli laghetti e torbiere. Per conservare il paesaggio caratteristico di Castelfeder è necessario il mantenimento di un pascolo estensivo, condotto in maniera tradizionale.
La zona di Castelfeder viene frequentata da molti turisti e dalla popolazione locale non solo per il suo valore ricreativo, archeologico e storico, ma anche che per la bellezza del paesaggio e la varietà ecologica.
Sulle rocce porfiriche dei pendii esposti a sud, si sono formati dei prati aridi con una vegetazione steppica, fra la quale si trovano: festuca del Vallese (Festuca valesiaca), garofanina spaccasassi (Petrorhagia saxifraga), millefoglio giallo (Achillea tomentosa), silene otite (Silene otites), fiordaliso stebe (Centaurea stoebe) e veronica sdraiata (Veronica prostrata). Sui pascoli ricchi di sostanze nutritive dominano invece la Festuca rossa (Festuca rubra) ed i Cappellini delle praterie (Agrostis capillaris).
Inoltre si trovano sulle rocce porfiriche semprevivo ragnateloso (Sempervivum arachnoideum) diverse specie di Borracina (Sedum) nonché l'Asplenio settentrionale (Asplenium septentrionale) e l'Asplenio tricomane (Asplenium trichomanes).
Nelle conche di origine glaciale si sono formate delle piccole macchie d'acqua sulle argille impermeabili depositate. I laghetti sono caratterizzati dalla forte formazione di comunità vegetali con foglie galleggianti, tra le quali la ninfea comune (Nymphaea alba), e da un fragmiteto ben sviluppato con cannuccia di palude (Phragmites australis), liscia maggiore (Typha latifolia), giunco tenace (Juncus inflexus), trifoglio fibrino (Menyanthes trifoliata) e giaggiolo acquatico (Iris pseudacorus).
Su terreni scarsi e di poca profondità, situate sulle rocce ricc
Su terreni scarsi e di poca profondità, situate sulle rocce riccamente strutturate, e sui pendii soleggiati, esposti verso sud e sudovest, di Castelfeder crescono boschi di roverella submediterranei di aspetto xerofile. L'alberatura sparsa che si alterna con macchie di prati aridi rappresenta il caratteristico immagine paesaggistico di Castelfeder formato a mosaico da habitat boschivi e steppici. La roverella (Quercus pubescens), che insieme all'orniello (Fraxinus ornus) forma lo strato arboreo, è presente in questo ambiente con alcuni esemplari vetusti che possono raggiungere anche delle dimensioni notevoli. Questo habitat è inoltre caratterizzato da uno strato termofile di cespugli, ricco di specie. Nei luoghi freschi ed umidi (pendii esposti verso nord e nordovest) dominano invece boschi cedui di carpino nero (Ostya carpinifolia). La fauna del bosco submediterraneo è considerata particolarmente ricca di specie. Sono menzionate soltanto alcune delle specie più rappresentanti: il ramarro (Lacerta viridis), la mantide religiosa (Mantis religiosa), la vipera comune (Vipera aspis), l'Upupa (Upupa epops), l'averla piccola (Lanius collurio), l'usignolo (Luscinia magarthynchos) ed il cerambice della quercia (Cerambyx cerdo). I stagni rappresentano invece importani luoghi di fregola per diverse specie anfibie.
Il "Forchwald" a sud di Ora è attraversato dal Rio Nero. In gran parte si tratta di una pineta; ma nel settore inferiore vi sono anche latifoglie (pioppi, ontani, salici), soprattutto lungo il Rio Nero che in questa zona scorre ancora in meandri. Più sopra, lungo la zona sportiva, il letto del torrente si allarga notevolemente, presentando ampie banchine di sabbia e ghiaia che costituiscono preziosi habitat per vari limicoli e uccelli acquatici e interessanti luoghi di sosta per gli uccelli migratori. Ma anche una moltitudine di altre specie animali e vegetali trovano un habitat ideale in questa zona boschiva e umida.

Quanto ancora rimane del Forchwald, fortemente ridotto dalla zona sportiva, dalla zona artigianale e da quella residenziale, è senz'altro da tutelare per ragioni paesaggistiche e naturalistiche. Ma anche a livello ricreativo questo bosco ai margini del paese, attraversato da un sentiero sul quale


molte persone amano passeggiare, riveste grande importanza. Nella stagione calda il contatto con la natura e la frescura ristoratrice lungo il Rio Nero attirano le persone che cercano un po' di riposo.
Inoltre è integrato nel biotopo anche il bosco ripariale ad ovest della strada statale, già situato nel fondovalle. Per causa della strada statale è separato dal resto del biotopo Castelfeder, ma presenta caratteristiche paesaggistiche e naturalistiche molto preziose. Proprio in Bassa Atesina i residui di bosco ripariale sono ridottissimi; un tempo, in Val d'Adige, erano molto estesi. La loro conservazione è tanto più importante, in quanto rappresentano l'ultima, irrinunciabile compensazione ai frutteti coltivati intensivamente che qui predominano. Purtroppo, il corso del Rio Nero, che attraversa questa area boschiva, è stato privato delle insenature alcuni anni fa e sistemato con poco rispetto per le esigenze di ecologia del paesaggio. Ma attraverso misure di rinaturalizzazione l'importanza di questo torrente come habitat acquatico potrebbe essere nuovamente accresciuta e con ciò rivalutata l'intera area ripariale. In generale va notato che in queste superfici naturali trovano rifugio una flora e una fauna fortemente minacciate nella loro esistenza. Gli anfibi e gli uccelli acquatici appartengono sicuramente ai gruppi animali più minacciati. A tale riguardo proprio la foce del Rio Nero nell'Adige rappresenta una particolarità. Vi si è potuto scorgere il martin pescatore in cova.
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